Viele Handys wenige Hersteller – Etikettenschwindel?

Handy uns Smartphone-HerstellerHandys und Smartphones gibt es viele am Markt. Aber werden all diese Geräte auch von grundsätzlich anderen Herstellern produziert? Oder stecken hinter den Angeboten nur einige wenige Produzenten, die lediglich unterschiedliche Labels auf die Gehäuse anbringen? In diesem Artikel wollen wir auf einige große Technikkonzerne und deren Produkte eingehen. Sie werden sehen, dass hinter dem großen Angebot nur wenige Hersteller stecken. Von einem Etikettenschwindel kann man aus unserer Sicht jedoch nicht sprechen. Letztlich muss sich jedes Unternehmen die Frage nach „Make or Buy“ stellen und alle Komponenten kann ein einzelnes Unternehmen heute nicht mehr produzieren, wenn die Geräte zu marktfähigen Preisen verkauft werden sollen.

Viele Handys und wenige Hersteller – einige Beispiele

Viele kennen mit Sicherheit die Handys, Tablets und Smartphones von Samsung? Wussten Sie jedoch, dass der koreanische Technikkonzern neben seinen eigenen Geräten auch das Nexus 10 Tablet für Google produziert hat? Das Nexus 7 hingegen wurde von ASUS hergestellt. Eine Tablet PC Reihe kann, wie Sie sehen, durch unterschiedliche Produzenten hergestellt werden. Anders herum können Sie davon ausgehen, dass die angebotenen Tablets aus relativ wenigen Produktionsstätten stammt. Apple sowie Hewlett-Packard und Dell lassen bei Foxconn in China produzieren. Weitere Großkunden von Foxconn sind Sony und Acer.

Im Bereich der Smartphones lassen sich ähnliche Beispiele finden: Das Nexus One sowie das erste Google Telefon der Telekom, das T-Mobile G1, wurden beispielsweise von HTC hergestellt. HTC ist für sehr gute Handys und Smartphones unter eigenen Namen bekannt. Das Nexus S hingegen wurde bei Samsung produziert, wo auch das Nexus 10 hergestellt wurde. Das jüngste Smartphone aus dem Hause Google, das Nexus 4, wird aktuell bei LG produziert.

Etikettenschwindel oder doch nicht?

Auch wenn hinter einigen Produkten andere Hersteller sprechen, kann man aus unserer Sicht nicht von einem Etikettenschwindel sprechen. In der heutigen arbeitsteiligen und hochspezialisierten Welt sind solche Produktionsformen gang und gäbe. Würde jedes Unternehmen seine Geräte komplett selbst entwickeln, könnte vielfach kein marktfähiger Preis angeboten werden. Größen- und Spezialisierungsvorteile gingen verloren. Zudem besteht ein Produkt nicht nur aus einer Ansammlung von Teilen, sondern auch aus der installierten Software und dem angebotenen Service. Selbst wenn viele Geräte aus wenigen Produktionsstätten stammen, haben die Auftraggeber immer noch viel Spielraum ein einzigartiges Produkt anzubieten. Aus dieser Logik heraus wollen wir nicht von einem Etikettenschwindel sprechen. Etikettenschwindel würde nur dann bestehen, wenn die Produzenten die komplette Wertschöpfungskette inklusive Service und Marketing übernehmen würden.

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